3D-Photogrammetrie in der Höhlenforschung

Als Ergänzung zu meinem Beitrag zu GIS-Software in der Höhlenforschung hier etwas zum Thema 3D-Photogrammetrie:

Selbstverständlich ist eine Laservermessung sehr viel präziser als die 3D-Rekonstruktion durch das Structure-from-Motion-Verfahren. Aber bei Forschungsprojekten ist ja meist der Kostenfaktor ein wichtiges Argument. Und auch die Laservermessung hat Grenzen, gerade in der Speologie oder der Dokumentation von Bergbaugängen. In solchen beengten Räumlichkeiten ist ein Laserscanner gar nicht einsetzbar, da er einen bestimmten Mindestabstand zum abzutastenden Objekt wie auch einen festen Stand durch ein Stativ benötigt.

Wie diese Video über die Arbeit von Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal zeigt, konnten sie durch das SfM-Verfahren selbst sehr enge Kriechgänge rekonstruieren. Hier gibt es einen Online-Artikel zum Projekt.

Auch die Art der Präsentation der Ergebnisse ist interessant:

  • Mit einem WebGL-fähigen-Browser kann man hier z.B. das 3D-Modell der Bielshöhle befahren.
  • Das Modell der Schachtplombe „Siebte Bühner Strecke/Marienschacht“ in Clausthal-Zellerfeld wurde in ein 3D-PDF integriert, was man sich hier anschauen kann.
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CAA-Workshop am 15.-16. Februar in Berlin

Der vierte CAA-Workshop der AG Computeranwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie (AG CAA) findet diesmal am 15. und 16. Februar im Excellenz-Cluster TOPOI der Freien Universität Berlin statt-

Im Rahmen des Workshops haben Wissenschaftler der verschiedenen archäologischen Disziplinen die Möglichkeit, die in ihren Projekten verwendeten quantitativen Methoden und computerbasierten Problemlösungen vorzustellen. Außerdem finden am Samstagnachmittag im Anschluss an die Tagung im Computerpool von TOPOI noch zwei Softwaretutorials statt. Angeboten werden Tutorials zu den Themen „Structure from Motion (SFM)“ und „LiDAR-Toolbox“.

Themen des Workshops sind unter anderem das Forschungsdatenzentrum IANUS, Structure from Motion und Laserscanning in der Grabungspraxis, die Rekonstruktion des Zeustempels von Olympia, die automatische Vektorzeichnung von Keilschrifttafeln aus 3D-Messdaten, ein mobiles GIS zur Dokumentation einer archäologischen Oberflächenbegehung, die freie GIS-Software gvSIG, die Evaluation einer GIS-basierter Methodik zur Rekonstruktion altneolithischer Besiedlungsstrukturen und die vollphotogrammetrische 3D-Entzerrung historischer Luftbilder.

Das Programm des Workshops ist bereits online. Infos zum Workshop finden sie hier.

Zur Teilnahme sind besonders Studierende und Doktoranden aufgefordert.

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