Petition gegen die Einsparungspläne bei der Archäologie von NRW sorgt für Aufsehen

Die Petition der DGUF gegen die Streichung der Mittel für die Archäologie und Denkmalpflege in NRW sorgt für einiges Aufsehen.

Bisher haben über 14.500 Menschen die Petition gezeichnet, aber das reicht noch nicht!

Die Landesregierung in NRW muss ein deutliches Signal bekommen, ihre Pläne doch noch einmal zu überdenken. Denn sollten die Mittel bis 2015 wirklich auf Null oder einen so geringen Betrag der kaum Handlungsmöglichkeiten bietet zusammengestrichen werden, ist es aus mit der Archäologie und Denkmalpflege in NRW. Dann können unbekannte Denkmäler nicht mehr gefunden, geschützt, dokumentiert und erhalten werden, bekannte Denkmäler geschützt und gepflegt werden, die Museen werden nichts aktuelles mehr zu zeigen haben, die Forschung wird stagnieren, da keine neuen Erkenntnisse durch neue Funde und Fundplätze gemacht werden können.

Die Pläne der Landesregierung bedeutet die Vernichtung von Kultur und unser aller Geschichte. War der Bagger erst einmal da, ist es zu spät und unser Kulturgut unwiederbringlich verloren.

Dabei will NRW doch eine Kultur und Wissenschaftsstandort sein. Man könnte meinen, dass sich das nur auf Bereiche bezieht, die wirtschaftlich profitabel sind. Dabei sind die Einsparungen bei der Archäologie und Denkmalpflege im Verhältnis minimal, der Schaden aber maximal.

Sagte die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft in ihrer Regierungserklärung vom 12.9.2012 (Seite 15 unten) nicht:

„Kunst und Kultur sind kein Luxus – und dürfen es gerade in schwierigen Zeiten nicht sein“

….da muss man fragen wo die Umsetzung ihrer Aussage bleibt?

Hier geht es zur Petition

Informationen:

  • Aufruf der DGUF gegen die Sparpläne der NRW-Landesregierung („DGUF“, 10.4.)
  • Hier der Pressepiegel zur Petition. Presse, Funk und Fernsehen sind aufmerksam geworden und viele kleinere Verlage/Zeitungen zeigen auch wie sich die Einsparungen ganz konkret auf die jeweilige Stadt auswirken würde („DGUF“, 10.4.)
  • Der WDR berichtete in der Lokalzeit über die Einsparungen. Das Video ist noch 7 Tage in der Mediathek einsehbar („WDR“, 9.4)
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Archäologie und Paläogenetik – DGUF-Tagung vom 9.-12. Mai 2013 in Erlangen

Zugegeben, die Meldung hat nichts mit Archäologie 2.0 zu schaffen, ist aber trotzdem nicht minder interessant.

Im Mai findet die Jahrestagung der DGUF statt.

Thema: Archäologie und Paläogenetik

In den vergangenen 20 Jahren hat die Archäologie mit der Paläogenetik eine Nachbarwissenschaft gewonnen, die die Möglichkeiten der Analyse und Interpretation menschlicher und tierischer Skelettfunde in ganz neue Dimensionen katapultiert hat. Aber zugleich beobachtet man auf kaum einem anderen Feld als der Paläogenetik derart radikale Kurswechsel, die in der archäologischen Fachwelt und Öffentlichkeit auch Verwirrung und Unverständnis hinterlasse.

Aus archäologischer Sicht brennen Fragen zur Humanevolution, zur Populationsdynamik und zur Domestikationsforschung unter den Nägeln. Hierzu hat die Paläogenetik innerhalb weniger Jahre zahlreiche neue Methoden, Tatsachen und Interpretationsmodelle geliefert. Die DGUF-Tagung 2013 „Archäologie und Paläogenetik“ möchte den aktuellen Stand erfassen und durchdringen, die validen Methoden, Ergebnisse und deren historische Konsequenzen präsentieren, aber auch die innerfachlichen Diskussionen und Divergenzen besser verstehen lernen sowie die Kongruenz und Divergenz zwischen Archäologie und Paläogenetik nachvollziehen.

(Quelle: Webseite der DGUF)

Infos zur Tagung hier.

Der Call for Papers läuft noch bis Ende Januar!

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