• Guido Nockemanns ist Archäologe, Sammlungsleiter, Museumsmensch und obwohl vor 1980 geboren irgendwie doch ein "Digital Native".
    Sein Forschungsinteresse gilt neben dem Neolithikum und der Museums- und Sammlungsarbeit auch den Einsatzmöglichkeiten der IT sowie den Nutzungsmöglichkeiten des Web 2.0 und von Social Media in der archäologischen Forschung als auch im Museumsbereich.

  • Netzwerke

  • Tweets

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IT-Empfehlungen für Altertumswissenschaften – Nachtrag zu Forschungsdaten und Archivierung

Ein kurzer Nachtrag zu meinem letzen Blogbeitrag „Forschungsdaten und Archivierung„.

(Quelle: Screenshot http://www.ianus-fdz.de/)

(Quelle: Screenshot ttp://www.ianus-fdz.de/)

IANUS, das Forschungsdatenzentrum Archäologie & Altertums- wissenschaften, hat seine IT-Empfehlungen für Altertumswissenschaften aktualisiert. Hier bekommt man recht übersichtlich umfangreiche Informationen zum Umgang mit Forschungsdaten. Auch werden einzelne Dateiformate besprochen. Die Empfehlungen gibt es auch als Download.

IANUS ist ein von der DFG gefördertes Projekt zum Aufbau eines nationalen Forschungsdatenzentrums für die Archäologien und Altertumswissenschaften in Deutschland.

Links:

IANUS -Forschungsdatenzentrum Archäologie & Altertumswissenschaften

IANUS – IT-Empfehlungen für Altertumswissenschaften

IANUS – IT-Empfehlungen für Altertumswissenschaften als Download

Forschungsdaten und Archivierung

Forschungsdaten

Forschungsdaten, wir Wissenschaftler produzieren sie ständig, aber leider kümmern wir uns oft nicht ausreichend um sie. Hier nun ein aktuelle Beispiel dafür, dass man sich um die Archivierung seiner elektronischen Forschungsdaten Gedanken machen sollte….nein muss!

Vor gut zehn Jahren wurde an der  Universität Basel der Aufbau einer Datenbank abgeschlossen, in der 160 000 Datensätze zu einer bestimmten Vase auf der die Entführung von Europa durch Zeus dargestellt ist gespeichert wurden. Das unter anderem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Millionen-Projekt lief ganze 20 Jahre und trug Daten zur griechische Mythologie zusammen. Der Server auf dem die Daten liegen und online abgerufen werden können steht im Rechenzentrum der Universität Basel.

Und da setzen auch schon die Probleme an. Die Firma, die den Server pflegte, existiert nicht mehr und das Passwort zum Server ist verloren gegangen.  So musste man sich in das alte System einhacken und mit viel Arbeit und Mühe die Daten vom alten Windows-NT-System retten und auf ein neues System transferieren. Allerdings kommt man immer noch nur über den alten Server in die Datenbank! Hier ist noch viel Arbeit nötig.

Glücklicherweise fordert der Schweizerische Nationalfond bei neuen Projekten direkt ein Konzept ein, wie die durch das jeweilige Projekt produzierten Daten auch langfristig archiviert werden können. Im vorliegenden Fall scheint es ja noch ein gutes Ende zu nehmen, aber wer weiß schon wie viele Forschungsdaten in den unzähligen Projekten mittlerweile verloren gegangen sind.

Zum Glück wird dieses Problem den Wissenschaftlern langsam bewusst und es gibt Initiativen und Leitlinen zu diesem Thema. Beispiele dazu unter den Links.

Links:

Millionenprojekt der Universität Basel ruht auf Schrott-PC

DFG-Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten

Langzeitarchivierung von Forschungsdaten – Eine Bestandsaufnahme

Forschungsdaten

forschungsdaten.org

Neue Ausgabe der „DAI weltweit“ online

Das Deutsche Archäologische Institut hat die zweite Ausgabe des Magazins „DAI weltweit“ online veröffentlicht.

In der neuen Ausgabe wird die Anwendung neuer Methoden, die Rettung kostbarer Bildbestände und die Fortschritte beim Aufbau einer digitalen Infrastruktur des DAI für die langfristige Verfügbarkeit, Lesbarkeit und Vernetzung digitaler Daten vorgestellt.

Die Themen sind:

  • Hightech History – Naturwissenschaften und digitale Technologien in der Archäologie
  • Luftbild – Das EU-Projekt ArchaeoLandscapes Europe
  • Kulturlandschaft Amazonien – Die Entdeckung vorspanischer Ringgrabenanlagen im LiDAR-Scan
  • Rom, imperial – Der Palatin als Herrschaftsarchitektur in 3D
  • Interview mit Ortwin Dally – Dokumentation, Digitalisierung und Datenbank
  • Übersetzungsleistung – Die Digitalisierung der Archive
  • IANUS – Das Forschungsdatenzentrum des DAI
  • Resafa – DAI-Kooperationspartner TU Berlin, Historische Bauforschung
  • Das Naturwissenschaftliche Referat des DAI
  • Mythos Olympia – Kult und Spiele

Besonders interessant ist der Artikel zu EU-Projekt ArchaeoLandscapes Europe und dem IANUS Projekt. Bei letzterem handelt es sich um den Aufbau nationales Zentrums für , unterschiedliche Dienstleistungen im Bereich digitaler Forschungsdaten und Langzeitarchivierung.

Archaeology 2.0

Zu Beginn meines Blogs möchte ich auf eine Publikation aufmerksam machen, die sich ausführlich der Thematik „Archäologie 2.0“ widmet.

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Unter einer Creative Commons Lizenz hat das Cotsen Institute of Archaeology von der University of California in Los Angeles das erste Band einer neuen Publikationsreihe herausgebracht, die „Cotsen Digital Archaeology Series“.

E. C. Kansa/S. W. Kansa/E. Watrall (Hrsg.), Archaeology 2.0: New Approaches to Communication and Collaboration. Cotsen Digital Archaeology Series 1 (Los Angeles 2011)

Das erste Band mit dem Titel „Archaeology 2.0: New Approaches to Communication and Collaboration“ fast Beiträge aus einer Sektion des SAA-Annual Meeting von 2008 in Vancouver zusammen. Das Band kann online eingesehen oder auch hier herunter geladen werden. Thematisiert werden unter anderem Datenbanken, Web 2.0, Open Data, Open Access, Datenaustaussch und -management, Multimedia und Cyberinfrastruktur.

Besonders erfreulich ist die allgemeine Entwicklung für derartige Anwendungen und Problemlösungen auf freie bzw. offene Software zurückzugreifen. Da auch der Bereich der Archäologie unter Budgetkürzungen zu leiden hat, ist dies zu einen eine Notwendigkeit. Zum anderen ist dies aber auch eine erfreuliche Entwicklung, da so z.B. neue Projekte auf vorangegangene Erfahrungen mit frei zugänglicher Software (z.B. Google Maps, OxCal) zurückgreifen können oder bereits vorhandene und zugängliche Strukturen (z.B. Open Context) nutzen können.

Im Allgemeinem sind die Beiträge gut und verständlich geschrieben und die Links zur verwendeten Software sind stets angegeben. Sofern man dieses Band als PDF durchgeht, kann man über die Interaktiven Links direkt zur verwendeten Software oder Webseite gelangen. Das erste Band der Cotsen Digital Archaeology Series ist sehr empfehlenswert und macht neugierige auf das nächste.

Inhaltsverzeichnis:

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