3D-Photogrammetrie in der Höhlenforschung

Als Ergänzung zu meinem Beitrag zu GIS-Software in der Höhlenforschung hier etwas zum Thema 3D-Photogrammetrie:

Selbstverständlich ist eine Laservermessung sehr viel präziser als die 3D-Rekonstruktion durch das Structure-from-Motion-Verfahren. Aber bei Forschungsprojekten ist ja meist der Kostenfaktor ein wichtiges Argument. Und auch die Laservermessung hat Grenzen, gerade in der Speologie oder der Dokumentation von Bergbaugängen. In solchen beengten Räumlichkeiten ist ein Laserscanner gar nicht einsetzbar, da er einen bestimmten Mindestabstand zum abzutastenden Objekt wie auch einen festen Stand durch ein Stativ benötigt.

Wie diese Video über die Arbeit von Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal zeigt, konnten sie durch das SfM-Verfahren selbst sehr enge Kriechgänge rekonstruieren. Hier gibt es einen Online-Artikel zum Projekt.

Auch die Art der Präsentation der Ergebnisse ist interessant:

  • Mit einem WebGL-fähigen-Browser kann man hier z.B. das 3D-Modell der Bielshöhle befahren.
  • Das Modell der Schachtplombe „Siebte Bühner Strecke/Marienschacht“ in Clausthal-Zellerfeld wurde in ein 3D-PDF integriert, was man sich hier anschauen kann.
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