Wikidata trifft Archäologie

In der Bibliothek des Auswärtigen Amtes fand am 16.3.2013 das eintägige Symposium „Wikidata trifft Archäologie“ statt. Als Teilnehmer kann ich nur sagen, dass die Organisation und das Rahmenprogramm wirklich vorbildlich war. Insgesamt nahmen über 60 Teilnehmer aus sechs Ländern teil.

Wikidata trifft Archäologie 2013 in der Bibliothek des Auswärtigen Amtes (Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0)

Wikidata trifft Archäologie 2013 in der Bibliothek des Auswärtigen Amtes
(Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0)

Thema der Tagung war vorrangig die Sammlung und freie Präsentation von Geodaten aus der Archäologie.

Liste der Vorträge:

Alle Vorträge sind als PDFs bzw. Video bei Wikipedia hinterlegt und frei zugänglich.

Ausführlichere Darstellungen, inkl. von kurzen Darstellungen der Vorträge, sind auf der Wikipedia-Seite „Wikidata trifft Archäologie 2013“ und auf dem Blog von Wikimedia publiziert.

Zum Abschluss des Symposiums wurde über die weiteren Möglichkeiten und Problemstellungen in der breiten Wissensvermittlung diskutiert. Bei der Diskussion wurde auch deutlich, dass noch viel Vermittlungsarbeit zwischen den Wissenschaftlern bzw. Wissens-Gatekeepern und den Wissens-Verteilern, wie etwa Wikipedia aufgewendet werden muss. Während die Wissens-Verteilern sich mehr Kooperation und mehr Datenmaterial von den Wissenschaftlern wünsche, sorgen sich die Wissenschaftler um die Qualität und Konsistenz der bereitgestellten Daten.

Hier liegt gerade im Konzept von Wikipedia bzw. Wikidata  das Problem. Einerseits jeder kann mitwirken, was sicher der richtige Weg ist. Andererseits ist gerade dieses offene System das Problem, da so die Konsistenz und Vertrauenswürdigkeit wissenschaftlicher Forschungsdaten nicht garantiert werden kann. Hier müssen noch Wege gefunden werden, dies sicher zustellen.

Die Zusammenstellung und Publikation von wissenschaftlichen Sachverhalten auf der Plattform von Wikipedia ist ein weiterer schwieriger Punkt. Hier gibt es zum einen das Problem, dass den schreibenden Nicht-Wissenschaftler bei der Interpretation oder sachlichen Darstellung eines archäologischen Themas öfters Fehler unterlaufen, was nicht verwundert, da ihnen die wissenschaftliche Ausbildung fehlt. Zum anderen sind zuwenige Wissenschaftler bei Wikipedia aktiv, um eben dort die Qualität zu verbessern. Ganz abgesehen davon, dass es unsereins oft nicht leicht fällt Texte allgemein verständlich zu schreiben, ohne den belehrenden Finger zu heben oder sich in Details zu verlieren.

Zusammenfassend lässt sich dennoch feststellen, dass man auf dem richtigen Weg ist….aber noch viel Arbeit zu bewältigen ist.

(Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0)

(Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0)

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